Das waren noch Zeiten, als die Berliner Tageszeitungen am Boom der Rotlichtszene mitverdienten. Allem vorran die BZ, die größte Zeitung Berlins. Von den Abmaßen her ist es wohl ehr die BILD, aber wer ließt die schon…. Mittlerweile lässt sich feststellen, dass die Eigenwerbung auf den Rotlichtseiten extrem zugenommen hat. An manchen Tagen ist gut die Hälfte der Fläche mit eigenen Anzeigen gefüllt. Ein wohl hilfloser Versuch der BZ ist die Möglichkeit, Rabatte für gute Kunden zu geben. So können Inserenten, die eine Anzeige in 20 mm in Farbe bestellen, eine Anzeige in doppelzter Größe bekommen.
Na klar, der Platz ist doch sowieso da. Und der Leser glaubt, wou, große Anzeigen, großer Laden. Geil..
Aber was tun, wenn Redaktio und Anzeigengeschäft nicht miteinander reden? Dann kommt es zu solchen Schlagzeilen wie: Die BSR-Hure, derKehrskandal, da wird Stimmung gegen Bordelle gemacht…
Egal, Zeitung ist Tot Wer ließt sich denn die Anzeigen durch. Beobachte doch mal einen typischen BZ-Leser: Zeitung aufschlagen, durchschauen und der Rotlichteil wird sofort überblättert.
Warum auch: Ein Beispiel:
Eine Anzeige in der Zeitung z.B. BZ, kostet nach eigenen Recherchen zwischen 80 und 150 €. Am Tag!!! 150 € am Tag, das sind 4500 € im Monat. Dafür kann ich mir ja fast ein kleines Erotikportal wie ich-steh-auf-sex oder Preussensex kaufen
Naja gut, bei PS würden 4500 € wohl nicht ganz reichen. Das doppelte sollte schon rüber kommen. Oder. Ich habe keine Ahnung was sowas kostet.
Zurück zur Zeitung: Wir nehmen 150 € und haben Werbung für einen Tag in einer Zeitung. Auflagenstark, ja, aber wer ließt meine Anzeigen?
150 € im Tipp sind besser angebracht. Reichen für ne große Anzeige, die dann 14 Tage online ist. Wer ließt den Tipp? Leute die was zum ficken suchen. Gute Alternative auch: Internetwerbung:
Auf den drei großen Portalen ist sie für 50 € im Monat erhältlich. Macht 150 € im Monat. Wer schaut dort rein? Leute die was zum ficken suchen. also Zielgruppe.
Meine Empfehlung an die Puffbetreiber: Kauft Aktien von Rotlichtadresse & Co. Und die Zeitungen können wieder ungestört von den schlimmen Bordellen der Stadt berichten, von den widerlichen Huren, die es mit den Straßenfegern im Müllauto tun und dem krimminellen Gewerbe.